Erinnerungslandschaften – Minimundus

Minimundus – die kleine Welt am Wörthersee – feierte im Juli 2019 sein 60jähriges Bestehen, und hat in dieser Zeit auch maßgeblich die Stadt Klagenfurt mitgeprägt. Dieses Sommer-Special des Club Tre Popoli von „Wohin führt der Weg“  auf Radio Agora führt uns zurück in die Kindheit von Minimundus beziehungsweise zu vergangenen Erinnerungen, gegenwärtigen Eindrücken und auch zukünftigen Ausblicken. Wir hören Geschichte, Geschichten und Fantasien, u.a. erzählt von Klagenfurter*innen, die zusammen mit Minimundus aufgewachsen sind.

Ein Radio-Feature von | Fičer je pripravila Dagmar Travner

Radio Agora 105,5 : Sendetermin | Čas oddajanja: Samstag | Sobota 31. 8. 2019  um | ob 19:00 Uhr | uri

Livestream: https://www.agora.at/livestream

Podcast zum Nachhören:  https://cba.fro.at/422637  

Eifelturm

Virtuelle Reise nach Paris: Selfie in Minimundus 😉

Konzept, Moderation, Schnitt: Dagmar Travner
Abmischung: Dragan Janjuz
Länge: 60 min
Radio Agora: https://www.agora.at/news/detail/erinnerungslandschaften-minimundus

Mein Sendungsarchiv beim Freien Radio: https://cba.fro.at/author/dagmar-travner

Sprachlandschaften – Luca Melchior im Gespräch

Diese Sendung des Club Tre Popoli im Rahmen der Sendereihe Wohin führt der Weg? Kam gre pot? Quale meta di viaggio? führt uns an die Alpen-Adria-Universität zu Professor Luca Melchior, der am Institut für Kulturanalyse die Professur für Mehrsprachigkeit inne hat.

Ein Radio-Feature von Dagmar Travner

 


 „Mit jeder neuen Sprache erwirbst du eine neue Seele“ (Sprichwort)

 

Mehrsprachigkeit: Was ist das eigentlich?

 

Dieses Studienjahr wurde Luca Melchior an den neu eingerichteten Lehrstuhl für Mehrsprachigkeit an die Universität Klagenfurt berufen. Ende Juni hielt er seine Antrittsvorlesung, in der er über verschiedene Aspekte der Mehrsprachigkeitsforschung berichtete. In diesem Interview erzählt Melchior, der selbst aus dem Friaul/Italien stammt, über seine eigene Mehrsprachigkeit in der Kindheit, die seiner Kinder, über Erst- und Zweitspracherwerb, Sprachen der Migration und deren Einfluss auf die Zielländer, Sprachenpolitik in der EU, Sprachen-Vielfalt vs vereinheitlichende lingua franca, Sprachräume der Region Alpe-Adria, und last not least stellt er sein Projekt linguistic landscapes vor.

 

Konzept, Gestaltung, Interview: Dagmar Travner
Schnitt, Abmischung: Dragan Janjuz
Länge: 58’47’’
Produktion: Juli 2019

Musik:
Kosovni Odpadki: La Nena Del Mar Summer Cocktail; Giovinezza.
Arbe Garbe: Oh moj sin.
Dek Ill Ceesa: Il Biel; Pinsirs.

Dieser Beitrag wird am 20. Juli 2019 von 19–20 Uhr auf Radio Agora 105,5 gesendet.
Link zum Nachhören: https://cba.fro.at/417280 (nach Ausstrahlung aktiv)

Kärntner Ostern „Der Schinken schmeckt dann einfach besser!“

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Kärntner Ostern „Der Schinken schmeckt dann einfach besser!“

Ein Radio-Feature von Dagmar Travner

Ostern in Kärnten: Wie sie feiern, was ihnen wichtig ist, was für sie persönlich das Besondere ausmacht, woran sie sich in ihrer Kindheit erinnern und was sie ihren eigenen Kindern mitgeben – das und viel mehr erzählen Kärntnerinnen und Kärntner in dieser Radio-Sendung.

„Der Schinken schmeckt dann einfach besser!“ „Ohne Reindling gibt es kein richtiges Ostern“ „Der Eierkren darf auf keinen Fall fehlen“ – Sätze dieser Art hört man in Kärnten als Antwort auf der Frage nach den Besonderheiten des Osterfests. Diesem Phänomen geht die Oster-Ausgabe der Sendereihe „Kam gre pot“ diesmal nach.

Zu Wort kommen in folgender Reihenfolge: die Studentin Rhea Rauchensteiner, eine gebürtige Wienerin mit ausgeprägten Kärntner Wurzeln; der Kulturwissenschaftler Reinhard Kacianka von der Alpen-Adria-Universität entwirft eine kulturhistorische Perspektive; der Meteorologe i.R. Johann Wajboda, ein 1945er Jahrgang, erzählt wie die jungen Burschen früher gefeiert haben; der Schriftsteller Egyd Gstättner erklärt, warum Ostern für ihn wichtig ist, und was er seinen eigenen Kindern weitergegeben hat; der 80-jährige „Kinoflüsterer“ und Poet Horst-Dieter Sihler erinnert sich an seine Kindheit; die Kunstschaffende und Kulturvermittlerin Nora Leitgeb gibt ihr persönliches Reindling Rezept preis – anschließend begleiten wir Nora auf den Benediktinermarkt, wo wir zufällig auch den Club-Tre-Popoli-Obmann Walter Wratschko und last not least den Verleger Lojze Wieser treffen.

Ein Feature im Rahmen der Sendereihe Kam gre pot/Wohin führt der Weg des Club Tre Popoli auf Radio Agora 105,5.
Erstausstrahlung: Am Karsamstag, den 20. April 2019 von 19–20 Uhr
Dauer: 59,5 min
Redaktion, Idee und Interviews: Dagmar Travner
Schnitt: Dragan Janjuz

Zum Nachhören im Archiv:
Info: https://www.agora.at/news/detail/der-schinken-schmeckt-dann-einfach-besser
Podcast: https://cba.fro.at/403746

Zeitspiralen

Sprich mir nicht von der Gegenwart, die gedehnte Unendlichkeit des Augenblicks wird es für uns nicht geben.

Denn die Gegenwart ist nicht für uns bestimmt, unser Ort ist die Abwesenheit, unsere Zeit die erzählende Vergangenheit. Auch diese kann stillstehen, auch diese kann sich dehnen bis in die Unendlichkeit, auch diese kann eine liebende sein – wir sollten uns damit begnügen. Unser Raum wird aufgespannt von Worten, die daraus gewobenen Geschichten schützen uns wie ein Zelt in der Nacht.

Die Zeit und die Stille

Lassen wir uns von der Stille bewegen, um unsere Worte wieder zu hören. Die Spirale der Zeit ergreifen, uns drehen lassen, kreisend, wiederkehrend.

Es ging um die Zeit, es hatte sich seit jeher um die Zeit gedreht, Zeituhren, Zeitspiralen, bis die Zeit abläuft… aber konnte diese zyklische Zeit überhaupt ablaufen, endete ein Kreis denn jemals? Jemals in der Unendlichkeit? Die abgelaufene Zeit, und der Stress, bevor das Ablaufen passiert, wohl ein Phänomen unserer Zeit.

Gegenwart: Präsenz und Präsent – wenn die geliebte Person im hier und jetzt ist, also da ist, so liegt in dieser präsenten Gegenwärtigkeit ein Geschenk. Die Abwesenheit, jedoch, hat keine eigene Zeit, weder eine faktische noch eine grammatikalische. Die Absenz erzeugt unterschiedlichste Momente kreativer Art – Drehmomente des Erschaffens von Namen, Benennungen, Worten, Sehnsüchten. Keine Worte ohne Abwesenheit – denn die Gegenwart weist hin, ein Dies und Das, die hin- und bedeuten. Der Gegenwart genügt ein Fingerzeig, eine Berührung, ein Blick, ein kleines Augenzwinkern.

Sollte sie nicht tot sein, die Künstlerin, von der ich dir viele lange Abende erzählt habe? Und hier fand ich sie wieder, im Stillstand der Zeit, im Auge des wirbelnden Zeitsturms, mitten in der Ruhe des sich drehenden Zeitrades. Indien. Befreit und gefangen, in der Endlosigkeit grüner Plantagen. In der Endlosigkeit einer zyklischen Zeit. Der Wiederkehr der Blüte, Frucht und Ernte.

Dort sitzt die Künstlerin also teetrinkend: mitten im Tee, mitten in der Bergen, in einer einsamen Hütte inmitten von endlosen Teeplantagen. Umgeben von sanft geschwungenem Teegrün soweit das Auge reicht. An Zeiträdern arbeitend – vom Sonnentempel inspiriert – in Schattierungen von teegrün, dunkelgrün, hellgrün, smaragdgrün, blaugrün, wiesengrün und hügelgrün! Ob sie beim Aufrollen der Vergangenheit diese auch verarbeiten wird, ihre Wut hinter sich lassen kann oder vielmehr auf Rache sinnt – das konnte ich nicht herausfinden.

Wenn es hier also, in dieser teegrünen Geschichte, um den Kreislauf der Zeit geht, um Anwesenheiten, Wiederkehr und Gesetzmäßigkeit: Dharma, Natursymmetrien, Serielles – worum ging es dann in der ersten Geschichte? das Verborgene? das, wonach gebohrt werden muss? die tiefere Wahrheit? oder den Ursprung selbst? Abwarten und Tee trinken.

Die Zeit dreht sich weiter. Die kleinen Räder werden zu Spiralen, diese zu Quadraten welche sich zu einem Muster an Kleinkariertheit fügen. Jede Menge kleiner Quadrate, diese Geometrie als die organische Quadratur des Kreises. Die Wiederholung des ewig Gleichen. Kann man ein Loch in den Zeithorizont reißen, wenn man so ewig gleich dahin tut? Denn die identische Wiederkehr, die gibt es nicht. Kann sich eine Schlinge im Zeitfaden verfangen und dann stillstehen? Ja, reißen, wenn überstrapaziert? Und wenn eine Zeitschleife entsteht und die Zeitlinie beschädigt wird – haben wir eine Zeitlaufmasche? Sinnlos verrinnende Zeit??? Oder bleibt die Zeit dann End-lich stehen? Endlich!

Es war die Schroffheit der Berge gewesen, die sie am meisten berührt, während das Eingeschlossen-Sein sie abgestoßen hatte. Aber waren das nicht genau die Merkmale, die sie Zuhause auch vorfand? Zuhause. Ist Heimat das, wonach man sucht und irgendwann mal findet? Also das, wohin man geht oder vielmehr das, woher man kommt? Oder ist es der Ort, wohin man wieder zurück geht? Wo man einkehrt. Endet.

Fragen über Fragen. Die Einsamkeit, das Leben. Die Kommunikation, das Schweigen, das Wandern, die stille Einkehr und der Stillstand. Das Nomadentum als die Zeitmaschine der Liebe, als der Moment der Anwesenheit: Warmherzigkeit, Tee und Kaffee, das Leben und der Tod. Das ist Indien, das ist die Zeit. Das ist das Leben.


Romance in Experience – Eröffnungsrede zur Ausstellung

Kunstverein Baden bei Wien

Es ist was es ist

Es ist Unsinn, sagt die Vernunft
Es ist was es ist, sagt die Liebe

Es ist Unglück, sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz, sagt die Angst
Es ist aussichtslos, sagt die Einsicht
Es ist was es ist, sagt die Liebe

Es ist lächerlich, sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig, sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich, sagt die Erfahrung
Es ist was es ist, sagt die Liebe
(Erich Fried)

Romance in Experience

Liebe + Erkenntnis, so lautet das Jahresthema 2011 des Kunstvereins Baden. Was bedeutet nun Liebe in Bezug auf Erkenntnis? Gibt uns die Liebe eine neue Sichtweise auf die Dinge, gewinnen wir neue Erkenntnisse bezüglich uns selbst oder das Leben schlechthin? Und welche Art der Liebe ist es, die uns einen Mehrwert an Erkenntnis verschaffen könnte?

Romance in Experience, das heißt Romantik auf dem Prüfstand der Liebeserfahrung, das bedeutet Einblicke in das Experiment Liebe, das Erfahren von Liebe und den Erkenntnisgewinn durch Liebe. Führt die Kunst zu Lieben beispielsweise auch zu einer Liebe zum Leben? Kann uns das Erleben von Liebe die Energie zum Durchstehen des Alltags geben, oder frisst sie uns vielmehr auf? Lenkt uns ab, nimmt uns alle Energie. Genau das kann nur die Erfahrung selbst zeigen.

Liebe wird meist anfangs durch eine Romanze erfahren, so genannte romantische Situationen werden herbeigeführt, die Wahrnehmung ist eine romantisch idealistische. Es ist die eine große Liebe, nicht austauschbar, sondern einzigartig. Nach ersten romantischen Begegnungen erproben wir, ob die Beziehung Zukunft hat oder nicht.  Romanik auf dem Prüfstand, Liebe im Anfangsstadium als Experiment, ein gewagtes Experiment vielleicht. Dominiert von Erwartungshaltungen, und schönem Schein. Nicht umsonst sagt man: Liebe macht blind. Und doch ist Liebe ein viel umfassenderes Phänomen als nur die Liebe zwischen Mann und Frau. Die Mutterliebe und die Nächstenliebe sind möglicherweise viel grundlegendere Formen der Liebe als die Erotik. Und nicht zu vergessen sind da noch die speziellen Formen der Liebe: die Selbstliebe, ohne die vielleicht eine Liebe zum anderen gar nicht möglich wäre, und die Liebe zu Gott und/oder der Welt, das heißt eine allumfassende, entpersonalisierte Form der Liebe, Liebe pur sozusagen. all dies sind Erfahrungen der Liebe und letztendlich führen sie irgendwann zu einem Erkenntnisgewinn – sei es in Bezug auf den geliebten Menschen, oder das eigene Selbst oder einer neuen Sicht auf die Welt.

Durch die Liebe lernen wir mehr über uns selbst als über den anderen. Die Liebe lässt uns zwar auf den anderen zugehen, und vielleicht,  wenn wir etwas Glück haben, begegnen wir tatsächlich einer Seele, die mit uns verwandt ist, die uns versteht, mit der wir harmonieren – doch diese Erfahrung muss jeder für sich und immer wieder machen. Denn Liebe ist etwas, das man tut, und nicht etwas, das man fühlt, das heißt Liebe gibt man, verschenkt man ganz aktiv – auch wenn es uns selbst, ganz subjektiv so erscheint, als wären wir dabei passiv, ausgeliefert, als würden wir etwas erfühlen, was von außen kommt, oder über uns hereinbricht, wie eine Naturgewalt.. Doch das, was wir fühlen ist in uns selbst, wir werfen unsere Liebe nach außen, und das was zurückkommt, wir wir sehen, ist vorerst nur unsere eigene Projektion. Genauso können wir einen Teddybären lieben und das Gefühl haben, er liebt uns zurück, Kinder lieben so, und werden geliebt von ihren so genannten Übergangsobjekten, scheinbar wiedergeliebt. Zumindest in der Phase der Romantik geht es uns ganz ähnlich, erst später, im Lauf der Liebesbeziehung sieht dies anders aus. Da wird der Teddybär unter Umständen schnell zur stummen Mumie und das Püppchen zum uninteressanten Objekt, das nach Gebrauch verworfen wird.

Nichts wurde und wird so viel beschrieben und künstlerisch verarbeitet wie die Liebe, nämlich die erotische Liebe, die Mutterliebe und die Gottesliebe zusammen genommen.

Im Sprechen, in der Reflexion über die Liebe ändert sich unser Verhalten, wir beginnen mit dem Verstand zu begreifen, und durch das Benennen wird das reine Gefühl in Wortschablonen verpackt. Eine Wechselwirkung von Gefühl und vorgefertigten Schablonen, Sprache genannt. Doch auch der rein visuelle Ausdruck, wie in der Kunst, führt zu einer Fixierung der Vorstellung im Kopf, das Unerfassbare, das Unaussprechliche, das Mystische des Gefühls wird in eine begreifbare, symbolhafte Form gegossen und dort fixiert. Und so verstanden – begriffen mit dem Verstand. Eine erste Stufe der intellektuellen Erkenntnis ist erreicht. Doch beeinflusst die zeichenhafte Beschäftigung mit Liebe nicht das Erleben, die Erwartungen und Erfahrungen der Liebe selbst? Kein anderes literarisches Konstrukt hat die Welt so nachhaltig verändert, wie das Erfindung der romantischen einzigartigen Liebe, und damit gerade in der Neuzeit unerfüllbare Vorstellungen und Erwartungen, ein ständiges Streben zum Erreichen eines Idealzustands ausgelöst – eines Ideals das noch aus dem Mittelalter, nämlich dem Minnesang stammt, und in der literarischen Romantik wieder auflebte. Von Dichtern viel besungene Zweisamkeit ist, das Erkennen der großen einzigen Liebe, das Auffinden der zweiten Hälfte, die einst verloren ging – ohne die man nie Ganzheit erreicht und von ständiger Sehnsucht danach, selbst unbekannterweise, erfüllt ist. Nicht umsonst trägt in der Literatur die fiktive Form schlechthin den Namen Roman. Dass das Leben eben kein Roman ist, wird erst im Laufe einer Romance in Experience begriffen.

Kann die romantische Liebe den Erfahrungen des Lebensalltags standhalten? Eine Erfahrung die gemacht werden muss, ein Experiment, wie viele Paare wissen. Dieses Experiment kann scheitern, nach kürzerer oder längerer Zeit, oder zu einer veränderten, tiefen, ja reiferen Liebesbeziehung führen, in jedem Fall zu einem veränderten Bewusstsein in Hinblick auf sich selbst und die Außenwelt, also einer neuen Erkenntnis, nämlich der Erkenntnis schlechthin. Dass die Liebe, die allumfassende strahlende Liebe in uns selbst sitzt, dass wir selbst ihre Energiequelle sind, aus der sie strömt, und wir den anderen damit lediglich beschenken, dass die Liebe unsere Gabe ist, eine Gabe ohne Erwartungshaltung, das heißt, wir nicht vom anderen erwarten können, unsere Lücke zu schließen, weil wir uns romantischerweise ohne diesen einen Menschen unvollkommen fühlen, genau das zu begreifen, ist die Erkenntnis, die nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit dem Herzen erlangt wird, beim Experiment Liebe.

Eröffnungsrede zur Ausstellung ‘Romance in Experience’ im Kunstverein Baden, 8. Juli 2011

Romance in Experience - opening

Many happy returns, Jürgen Habermas!

Jürgen Habermas celebrates his 80. birthday!
He is one of the most important german heads of our days focused on linguistic philosophy, communication and pragmatics. He has crucially influenced the European society since 1968 until today.
watch a rare video footage of Jürgen Habermas discussing some of his theories

read more http://en.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Habermas
 http://www.eurozine.com/articles/2009-06-17-newsitem-en.html

100 years Claude Lévi Strauss! Bon Anniversaire! Happy Birthday!

Born on 28 November 1908 Claude Lévi Strauss is THE French anthropologist 😉

Lévi Strauss sought to apply the structural linguistics of Ferdinand de Saussure to anthropology and argued that, akin to Saussure’s notion of linguistic value, families only acquire determinate identities through relations with one another. Thus he inverted the classical view of anthropology, putting the secondary family members first and insisting on analysing the relations between units instead of the units themselves.
Similarly, Lévi-Strauss identified myths as a type of speech through which a language could be discovered. How else, he thought, could tales so fantastical and arbitrary be so similar across cultures? Thus he sought to find the fundamental units of myth, namely, the mytheme.

http://en.wikipedia.org/wiki/Claude_Levi-Strauss

Claude Lévi-Strauss (28 novembre 1908, Bruxelles) est un anthropologue, ethnologue et philosophe français. Professeur honoraire au Collège de France et membre de l’Académie française, il compte parmi les fondateurs de la pensée structuraliste.

http://fr.wikipedia.org/wiki/Claude_Levi-Strauss

Interview with Claude Lévi Strauss (1972) in french (!)
http://www.youtube.com/watch?v=u73chpnKKhQ