Gusenbauer hält an Nabucco-Pipeline fest

Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) will aus strategischen Gründen an dem Nabucco-Pipeline-Projekt auch gegen Widerstand aus den USA festhalten. “Wir werden Nabucco auf jeden Fall machen”, erklärte er gestern in New York im Gespräch mit der APA.

Aus diesem Grund werde er die UNO-Vollversammlung auch dazu nützen, um mit den Präsidenten von Kasachstan und Turkmenistan zusammenzutreffen. “Wir müssen unsere Abhängigkeit von der russischen Energiepolitik wesentlich reduzieren. Das geht nur mit solchen Projekten wie Nabucco”, präzisierte der Bundeskanzler seine Pläne.

Politische Entspannung wichtig
“Egal, welche anderen Beteiligungen für Österreich noch möglich oder sinnvoll scheinen: Von Nabucco kann nicht abgesehen werden”, so Gusenbauer. Natürlich arbeite man gleichzeitig intensiv daran, zu einer Entspannung im Nahen und Mittleren Osten – Stichwort Iran – zu gelangen.

Die US-Regierung hatte erst kürzlich europäische Unternehmen – auch die OMV – zum wiederholten Mal davor gewarnt, den Iran in das Nabucco-Projekt mit einzubeziehen.

orf.at