Faschingskrapfen


Mardi Gras:

Faschingdienstag, Fetter Dienstag, Fastnachtsdienstag

Shrove Tuesday, Pancake Day, Fat Tuesday, Terça-feira Gorda, Martedì Grasso, Martes de Carnaval…


Fastnacht, Fasnacht, Fasnet

Volksetymologisch wird das Wort oft an das althochdeutsche fasta (Fastenzeit) und naht (Nacht, Vorabend) angeschlossen und angegeben, der Name bezeichne ursprünglich nur den Tag vor Beginn der Fastenzeit, ab dem 15. Jahrhundert auch die Woche davor.

Am wahrscheinlichsten scheint zwar ein Anschluss an eine indogermanische Verbalwurzel *pwos- mit der Bedeutung “reinigen, läutern, fasten”, manchmal wird es aber auch an faseln beziehungsweise mhd. vase “dummes Zeug; Faser, Franse” angeschlossen. Wieder andere Forscher sprechen von den mittelhochdeutschen Wörtern vasen (sich fortpflanzen), vaselen (gedeihen, fruchten) oder auch Fasel, einem Begriff für ein geschlechtsreifes Rind oder Schwein, und versuchen so, den Ursprung von vorchristlichen Fruchtbarkeitsfesten abzuleiten.

Vom Fasching spricht man vor allem in Bayern, Österreich, Franken, Sachsen, Brandenburg, Hamburg sowie in Teilen von Hessen, Schwaben und Niedersachsen.

Karneval, carnival, Karnaval, carnaval, carnevale…

Von der Linie Bonn-Erfurt-Dresden an aufwärts wird in Deutschland fast ausschließlich das Wort Karneval verwendet.

* mittellat.: carne-levale – die mit der Fastenzeit bevorstehende „Fleischwegnahme“;

* Im 19. Jahrhundert wurde der Begriff auch auf das römische, vorchristliche lat. carrus navalis Schiffskarren, ein Schiff auf Rädern, das bei jährlichen Umzügen zum Wiederbeginn der Schifffahrt durch die Straßen geführt wurde, zurückgeführt. Hieraus soll sich die Tradition des Narrenschiffs gebildet haben. Jedoch ergaben Forschungen, dass das Wort carrus navalis im klassischen Latein nicht existierte.


Karnevaleske Strukturen des Maskierens, Verkleidens und ritualisierter Ausgelassenheit lassen sich in allen Kulturen finden.

Als Beginn der Fastnachtszeit galt bzw. gilt in den deutschsprachigen Ländern traditionell der Dreikönigstag.

Seit dem 19. Jahrhundert finden in vielen Gegenden zusätzlich am 11. November, ab 11:11 Uhr, einzelne Veranstaltungen statt, zu denen insbesondere die Vorstellung des Prinzenpaars gehört. Hintergrund ist, dass auch das Geburtsfest Christi bereits kurz nach dessen Fixierung im Jahr 354 eine vorangehende 40tägige Fastenperiode vorsah, vor deren Beginn man – wie vor Karneval – ebenfalls die später verbotenen Fleischvorräte aufzuzehren pflegte (Ganserlessen zu Martini, dem 11. November). Ausgesetzt während der Adventzeit bis zum Dreikönigstag.

Den Höhepunkt erreicht die Fastnacht in der eigentlichen Fastnachtswoche vom schmutzigen/unsinnigen oder auch glombiga Donnerstag (von Schmotz = Schmalz, was auf in Schmalz gebackene Fastnachtsküchle hinweist) bzw. Weiberfastnacht über den Nelkensamstag, Tulpensonntag, Rosenmontag bis zum Fastnachtsdienstag, auch Veilchendienstag genannt. Dabei gibt es insbesondere am Rosenmontag entsprechende Umzüge – wobei sich Rosen ursprünglich nicht auf die Blume, sondern auf das Verb rasen bezog. Anderen Interpretationen zufolge verdankt der Rosenmontag seinen Namen dem vierten Fastensonntag, dem Rosensonntag.

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