Verbieten bringt nichts!

Handy-Unterricht für Jugendliche

Deutsche Medienwissenschaftler raten ob der Fülle an Gewaltvideos auf jugendlichen Mobiltelefonen zu einer Art Handykunde im Unterricht.

Der Mobilfunk spielt laut den Wissenschaftlern inzwischen eine entscheidende Rolle bei der Identitätsfindung von Jugendlichen. “Darauf hat die Pädagogik bislang kaum reagiert”, erklärte die Medienwissenschaftlerin Iren Schulz der Nachrichtenagentur dpa.

“Schlichte Handyverbote in der Schule wie in Bayern lösen das Problem nicht.” Schulz arbeitet an der Erfurter Universität an einer Studie über die Bedeutung von Handys in sozialen Beziehungen von Jugendlichen.

Bedeutung noch nicht erforscht
Als schwerwiegendes Problem bezeichnete die Wissenschaftlerin die Tauschbörsen, bei denen vor allem Jugendliche kleine Filme mit Gewalt- und Pornoszenen austauschten. Darunter seien Szenen, die auf dem Index stünden, etwa die Erhängung des irakischen Diktators Saddam Hussein oder Folterungen russischer Soldaten.

Quelle: orf.at

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